Transgene Fische in Flüssen, Seen und Meeren?

Heute kommen rund 15 Prozent des verkauften Fisches mit einem Umsatz von 25 Milliarden DM aus der Meereszucht. Für die nächsten Jahre werden stark steigende Zuwachsraten erwartet. Mit Hilfe der Gentechnik soll das Wachstum der Zuchtfische weiter beschleunigt werden. In der Fischproduktion werden heute High-Tech-Verfahren angewendet: Mit Chemikalien, radioaktiver Bestrahlung, Temperatur- und Druckschockmethoden sollen die Chromosomensätze der Fische verdoppelt oder verdreifacht oder gar die Männchen in Weibchen verwandelt werden.

Mit der Anwendung der gentechnischen Forschung verfolgt man dabei im Wesentlichen drei Ziele:

  • Die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Fische gegen Krankheitserreger, das heißt der genetische Einbau einer Immunität gegen bestimmte Virus- und Parasitenkrankheiten,
  • das schnellere Wachstum der Fische und damit verbunden eine höhere Fischfleischausbeute,
  • die Anpassung an veränderte Umweltbedingungen, zum Beispiel arktische Lachse an wärmere Lebensräume, oder die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Umweltschadstoffe.

In der Fischzucht ist die Anwendung gentechnischer Verfahren schon recht weit fortgeschritten. Es ist zu erwarten, dass bereits in wenigen Jahren gentechnisch erzeugte Fische kommerziell vermarktet werden.

Ziel der gentechnischen Eingriffe ins Erbgut von Fischen ist auch die Erhöhung der Kälteresistenz, um die Fischzucht von bestimmten temperierten Standorten unabhängig zu machen.

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