Chemikalien im Fisch

Zu den chlororganischen Verbindungen gehören chlorierte Pestizide, polychlorierte Biphenyle und andere flüchtige Chlorkohlenwasserstoffe. Belastungen der Fische mit diesen Substanzen stammen aus Ausschwemmungen land- und forstwirtschaftlicher Flächen und aus den Abwässern von Industrie und Haushalten. Anders als bei den Landbewohnern spielt für Fische neben der Anreicherung in der Nahrungskette auch die direkte Aufnahme dieser Stoffe aus dem Wasser eine große Rolle.

Das Hygieneinstitut Frankfurt/Oder untersuchte Fische auf Organohalogenpestizide, polychlorierte Biphenyle (PCB) und Pentachlorphenol (PCP), das als Holzschutzmittel Anwendung fand, sowie Toxaphen, das ein starkes Fischgift ist und im Tierversuch krebserregende Wirkung zeigte. In den traditionellen Baumwollanbauländern wird es noch immer in so großen Mengen eingesetzt, dass es über die Flüsse in die Meere gelangt.

In den neuen Bundesländern stellte man für Toxaphen und Pentachlorphenol Kontaminationen fest, wo der Einsatz dieser Stoffe bis 1990 erfolgte; in den alten Bundesländer ist die Anwendung dieser Substanzen bereits seit einigen Jahren verboten. Auch die Zeitschrift Ökotest fand im September 1991 das Breitbandpestizid Toxaphen in 12 von 14 Lebertranproben, in einigen Proben wurden auch hohe Konzentrationen von Pestiziden und polychlorierten Biphenylen gefunden.

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