Ist Grundwasser gleich Trinkwasser?

Natürliches Grundwasser ist durch die Versickerung von Regenwasser entstanden und ist die geeignetste Trinkwasserquelle, da es ursprünglich keine Verschmutzungen aufweist. Das Regenwasser wird auf dem Weg durch den Boden filtriert und gereinigt. In den letzten Jahrzehnten hat eine stark zunehmende Bodenversiegelung in dichtbesiedelten Regionen dazu geführt, dass sich keine ausreichende Menge Grundwasser neu bilden kann. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, zumal es bei der Herstellung anderer Lebensmittel eine entscheidende Rolle spielt: Limonade, Bier, Kaffee, Tee und Kindernahrung werden mit Trinkwasser zubereitet. In Mitteleuropa mangelt es nicht an Wasservorkommen, sondern an der Wasserqualität, also am Vorrat sauberen Wassers, das zur Trinkwassergewinnung verwendet werden kann. Aktuell und besonders deutlich zeigt sich dies in den neuen Bundesländern, wo der sorglose Umgang mit Wasser bereits in einigen Regionen zu einer ernstzunehmenden Verknappung der nutzbaren Trinkwasserressourcen geführt hat. Rohwasser wird als Grund-, Quell-, Talsperren- und Flusswasser oder als Uferfiltrat entnommen. Auch Grundwasser ohne Aufbereitung nutzt man noch als Trinkwasser. Häufig wird jedoch eine aufwendige und kostenintensive technische Aufbereitung des Rohwassers vorgenommen.

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