Gewürze sind für vieles gut

Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz sind Gewürze naturbelassene, getrocknete und/oder mechanisch bearbeitete Teile einer Pflanzenart (Wurzeln, Wurzelstöcke, Zwiebeln, Rinden, Blätter, Kräuter, Blüten, Früchte, Samen), die wegen ihres aromatischen oder charakteristischen Geschmacks oder Geruchs als würzende oder geschmacksverbessernde Zutaten für die menschliche Ernährung geeignet sind.

Pharmakologische und ernährungsphysiologische Wirkungen von Gewürzen

Gewürze


Eine klare Trennung zwischen Gewürzen, Kräutern, Heilkräutern und sogar Gemüsen gibt es demnach nicht. Für das Aroma der Gewürze sind ätherische (flüchtige) Öle verantwortlich. Gerade ihr Duft ist es, der uns oft bereits beim Kochen sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt und damit die Verdauung vorbereitet. Das Gewürzaroma regt den Speichelfluss und die Bildung der Magensäfte an und aktiviert die Magen- und Darmtätigkeit. Häufig werden Gewürze auch als bewährte Hausmittel gezielt gegen mancherlei Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Die zahlreichen Wirkungen einzelner Gewürzinhaltsstoffe sind in pflanzenheilkundlichen Publikationen nachzuschlagen; hier sollen nur einige Wirkungen genannt werden.

In heißen Ländern werden Gewürze und Kräuter oft als Alternative zum Kühlschrank verwendet, da ihre Inhaltsstoffe das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien hemmen.

Die Nutzung der keimhemmenden Wirkung von Ingwer, Majoran , Koriander , Nelken, Salbei , Rosmarin, Knoblauch, Paprika, Thymian, Kümmel, Pfeffer und Zimt genügt natürlich nicht den Anforderungen einer effektiven Nahrungsmittelkonservierung. Damit das Gewürz überhaupt konservierend wirkt, muss es meist in großen Mengen den Lebensmitteln und Speisen zugesetzt werden. 
Physiologisch regen Gewürze und Kräuter eine verstärkte Speichelbildung an, sie liegt bei gewürzten Speisen rund dreimal so hoch wie bei ungewürzten oder schwach gewürzten Speisen.

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