Smoothies – so beliebt wie nie!

Smoothies sind die am stärksten wachsende Warengruppe des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. 2016 gelangten sie sogar in die Top-3 der beliebtesten To-Go-Getränke der Deutschen.[1] Rund die Hälfte der deutschen konsumieren regelmäßig Smoothies, die meisten wegen des guten Geschmacks, aber 37,8% glauben auch an einen positiven Effekt für ihre Gesundheit.[2]

Die Hersteller von Smoothies versprechen Natürlichkeit und 100% Frucht in ihren Produkten, doch stimmt das wirklich? 2017 haben Rostocker Lebensmittelchemiker des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei 18 verschiedene Smoothies auf chemische Rückstände untersucht. In 10 (56%) wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Aufgrund der vielen verschiedenen Zutaten in Smoothies, gibt es noch keine gesetzlich festgelegten Höchstmengen für Rückstände. Es existieren lediglich Grenzwerte für die einzelnen verwendeten Früchte und Gemüse. Man könnte die Rückstände ganz einfach minimieren, indem man bei der Herstellung von Smoothies lediglich auf unbehandelte Zutaten zurückgreift.[3]

Ein großer Nachteil von „Fertigsmoothies“ ist ihr oft sehr hoher Zuckeranteil. Öko-Test hat 5 grüne Smoothies getestet und festgestellt, dass fast alle Smoothies zu viel Zucker und 3 von 5 noch nicht einmal Vitamin C enthalten. Laut der Weltgesundheitsorganisation, sollte man nicht mehr als 25 g Zucker; inklusive Fruchtzucker, zu sich nehmen. 2 Smoothies enthielten sogar mehr Zucker als die gleiche Menge Cola. Der „Bio Hipster-Smoothie“ von dm wies mit 14 g Zucker den geringsten Zuckeranteil der getesteten Produkte auf, zusätzlich bestand er fast zu 70% aus Gemüse, was ein beträchtlicher Unterschied zu den anderen Smoothies im Test ist.

Es empfielt sich, Smoothies selber zu machen, da man nur so sicher gehen kann, dass man keine unnötigen Zusatzstoffe und zu viel Zucker zu sich nimmt. Laut Ernährungsexpertin Thiesbürger eignen sich Apfel und Orange am besten als Früchtebasis und Karotte, Grünkohl und Spinat als Gemüsebasis. Um auf zu viele künstliche Süßungsmittel zu verzichten, sollte man seinen Smoothie mit Bananen und Datteln süßen.[4]

[1] http://www.mafowerk.de/wp-content/uploads/2017/03/Ergebnisse_und_Inhalte_mafowerk_Smoothies_2017.pdf

[2] https://presse.jeschenko.de/haus-rabenhorst-newsroom/pressemitteilung/datum/2016/02/09/deutschland-smoothie-land/

[3] https://www.welt.de/gesundheit/article168130888/Jeder-zweite-Smoothie-enthaelt-Pflanzenschutzmittel.html

[4] https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Smoothies-im-Test-Viel-Zucker-kaum-Vitamine,smoothie192.html

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