Weißwein: In Deutschland angebaute Rebsorten

Bezeichnung Herkunft Eigenschaften Wein

Weißer Burgunder
Weißburgunder (Weißclever)

Frankreich (Pinot blanc) Weniger empfindlich gegen Winterkälkte, sonst wie Blauer Spätburgunder Harmonisch, Bukett zart
Weißer und roter Elbling (Alber, Kleinberger) Wahrscheinlich von den Römern an Rhein und Mosel gebracht Großer Ertrag (schwankend), zuckerarm, säurereich, daher geringes Vorkommen in Deutschland Leichter Konsumwein, säurebetont, wird vor allem zur Schaumweinherstellung genutzt
Weißer und roter Gutedel (Markgräfler, Viviser, Junker) Möglicherweise aus dem Jordantal von den Römern nach Europa gebracht, um 1780 aus der Westschweiz nach Baden eingeführt Wenig Ansprüche an Boden und Lage, etwas frost- und schädlingsempfindlich, guter Ertrag Leicht, harmonisch, wenig Säure, Bukett zart
Gelber und roter Muskateller Möglicherweise aus Ägypten In warmen Lagen gute Einträge und Qualität, kälteempfindlich Feinherb (leicht, etwas hohe Säure), kräftiges, aber unaufdringliches Muskatbukett
Muskat Ottonel Kreuzung aus dem Loiretal Hoher Anspruch an Boden und Lage, Ertrag unsicher Vollmundig, säurearm, feines Muskatbukett
Weißer Riesling Wahrscheinlich Wildreben des Rheintals Für besonnte Hang- und Steillagen, gegen Kälte und Spätfröste widerstandsfähig, Ertrag mittel Grünlichgelb, elegant mit typischer frischer Säure und nuancenreichem Bukett

Ruländer
Grauer Burgunder, Grauburgunder

Frankreich (Pinot gris) Trauben bräunlichrot, sonst wie Blauer Spätburgunder Goldgelb, körperreich, säurearm, zartes Sortenbukett
Grüner Silvaner Donauwildrebe Für gut gedüngte lockere Böden und wärmere Lagen, etwas kälte- und frostempfindlich, Ertrag reich Gelbgrünlich bis gelb, vollmundig, milde Säure, ziemlich neutrales Aroma
Roter Traminer Vermutlich Oberitalien Hohe Ansprüche an Boden und Standort, gegen Winterkälte wenig empfindlich Gelb bis goldgelb, voll, körperreich, säurearm, sehr typisches, bei Gewürztraminer nachhaltiges Bukett

Neuzüchtungen und Kreuzungen:
Alblonga (Rieslaner x Silvaner); Bacchus (Silvana x Riesling x Müller-Thurgau); Ehrenfelser (Riesling x Silvaner); Faberrebe (Weißburgunder x Müller-Thurgau); Findling (Mutante von Müller-Thurgau); Huxelrebe (Weißer Gutedel x Courtiller musqué); Kerner (Trollinger x Riesling); Morio-Muskat (Silvaner x Weißburgunder); Müller-Thurgau (Riesling x Silvaner oder Riesling-Selbstung); Nobling (Silvana x Gutedel); Optima (Silvaner x Riesling x Müller-Thurgau); Ortega (Müller-Thurgau x Siegerrebe); Perle (Gewürztraminer x Müller-Thurgau); Rabaner (Riesling Klonierung); Rieslaner (Silvaner x Riesling); Scheurebe (Silvaner x Riesling); Siegerrebe (Madeleine angèvine x Gewürztraminer); Siegfriedrebe (Riesling-Selbstung); Würzer (Gewürztraminer x Müller-Thurgau)
Quelle: Bergner 1993

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