Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Vitamine sind seit über 75 Jahren bekannt. Der Körper stellt sie nicht selbst her; und da sie lebensnotwendig (» essentiell «) sind, müssen sie mit der Nahrung in kleinen Mengen aufgenommen werden. Die bislang bekannten Vitamine sind meist durch konkrete Mangelerscheinungen der Bevölkerung entdeckt worden. Die häufigsten Vitaminmangelerkrankungen in der Menschheitsgeschichte sind Skorbut (Vitamin-C-Mangel), Rachitis (Vitamin-D-Mangel), Beriberi (Vitamin-B1-Mangel) und Pellagra (Vitamin-B3-Mangel). Zumindest in den Industriestaaten sind diese Vitaminmangelerkrankungen weitgehend verschwunden.
Vitamine sind keine Mineralstoffe , sondern organische Verbindungen , von denen einige Stickstoff enthalten. Gewöhnlich werden sie nach ihrer Löslichkeit in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine unterteilt. Häufig werden auch einige weitere unverzichtbare Nahrungsbestandteile, beispielsweise essentielle Fettsäuren, zu den Vitaminen gerechnet.

Mineralstoffe sind wie Vitamine für den Körper unentbehrlich. Im Gegensatz zu den Spurenelementen werden sie in größeren Mengen aufgenommen. Anders als bei den Vitaminen treten bei einer Mineralstoffzufuhr über die Bedarfsdeckung hinaus keine weiteren positiven Wirkungen auf. Es ist daher meist eher ungünstig, Mineralstoffe in hohen Mengen aufzunehmen.
Der Bedarf an Mineralstoffen ist durch unsere heutige Ernährung besser gedeckt, da sie, anders als Vitamine, bei der Verarbeitung nicht zerstört werden. Bei einseitiger Ernährung kann die Aufnahme bestimmter Mineralstoffe viel zu hoch sein. Dies gilt vor allem für Natrium , Chlorid und Phosphor, während bei Calcium und Magnesium eher die Gefahr einer Unterversorgung besteht. Mineralstoffe sind wichtig für das Säuren- Basen -Gleichgewicht, für den osmotischen Druck von Körperflüssigkeiten und Zellen, bei der Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen sowie als Baustein für den Aufbau von Knochen und Zähnen.

Spurenelemente werden, wie der Name sagt, in geringen Mengen aufgenommen, sind aber gleichwohl für das Funktionieren des Körpers von großer Bedeutung. Bei den Spurenelementen unterscheidet man die physiologisch wirksamen, die physiologisch unwirksamen und die schädlichen, giftigen Spurenelemente .
Viele Spurenelemente sind Bestandteile wichtiger Hormone , Enzyme und Eiweiße und ebenso lebenswichtig wie Vitamine und Mineralstoffe. Bei den meisten Spurenelementen gibt es heute eine gute Bedarfsdeckung. Aus dem Rahmen fällt – in Deutschland – eine Unterversorgung mit Selen und Jod . Ältere Menschen leiden häufig unter zu geringer Eisen- und Zinkzufuhr, was in der Folge mit Leistungsabfall und geschwächter Immunabwehr verbunden ist.

 

Seiten zum Kapitel „Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente“:
Liste der Vitamine
Liste der Mineralstoffe
Liste der Spurenelemente

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