Schadstoffglossar Y – Z

Zinn (Sn)

1989 wurden in Deutschland rund 22000 Tonnen Zinn gewonnen. Anorganisches Zinn wird im Allgemeinen als nicht bis gering toxisch eingestuft, weil es im Magen-Darm-Trakt kaum resorbiert wird. Anorganische Zinnsalze rufen erst in so großen Mengen Gesundheitsbeschwerden hervor, die schon durch deutlichen Metallgeschmack erkennbar sind. Seit dem Mittelalter werden Becher, Krüge und Teller aus Zinn verwendet, heute wird der größte Teil des gewonnenen Zinns zur Produktion von Konservendosen genutzt. Diese bestehen überwiegend aus verzinntem Eisenblech, dem so genannten Weißblech. Zinnvergiftungen sind in der Vergangenheit nach dem Genuss des Inhalts angebrochener Konservendosen und durch die nicht sachgerechte Verpackung von sauren Nahrungsmitteln in unlackierten Weißblechdosen aufgetreten. Konservendosen werden heute in der Regel zwei- oder dreifach lackiert, so dass ein Übergang von Zinn in das Lebensmittel nicht zu erwarten ist.

Stand: September 2010

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