Polychlorierte Biphenyle (PCB)

Polychlorierte Biphenyle haben toxikologisch Ähnlichkeit mit den chlororganischen Pestiziden, sie stammen allerdings nicht aus der Landwirtschaft, sondern aus der industriellen Verwendung (Kühlmittel, Anstriche usw.). Schwierigkeiten bereiten PCB, weil es sich dabei um eine Vielzahl von Komponenten handelt, die sich in ihrer Gefährlichkeit unterscheiden. Bereits 1973 empfahl der Rat der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), PCB nicht mehr in offenen Systemen (Weichmachern, Farben, Lacken) zu verwenden. Obwohl diese Empfehlung inzwischen in den meisten Ländern befolgt wird, ist global lediglich eine Stagnation und kaum eine Abnahme der Rückstandswerte zu beobachten. Seit 1988 gibt es auch in Deutschland Grenzwerte für PCB in Fischen, nachdem in den USA bereits im Jahre 1979 Grenzwerte eingeführt worden waren. Die Grenzwerte variieren von 0,08 bis 0,3 mg/kg, je nach Verbindung und Art des Nahrungsmittels.

Allgemein kann man feststellen, dass Fische aus der Teichwirtschaft, wie Karpfen und Forellen, relativ gering belastet sind, während Süßwasserfische aus belasteten Flüssen teilweise sehr hohe PCB-Gehalte auf weisen. Auch reichern Fische mit höherem Fettgehalt (Aale) mehr PCB an.

Polychlorierte Biphenyle sind in Hochseefischen kaum enthalten, die Konzentrationen schwanken zwischen 20 µg und 100 µg pro kg Fisch. In Küstengebieten und Meeren mit weniger Wasseraustausch, wie zum Beispiel der Ostsee, beträgt die Belastung häufig mehr als 100 µg je kg Fisch. Weiterhin ist für die Belastung entscheidend, ob es sich um einen Magerfisch oder einen Fettfisch handelt. Letztere reichern zwei- bis fünfmal mehr PCB an als Magerfische. Dioxine und Furane werden inzwischen in erheblichen Mengen in Fischen nachgewiesen, wobei der Gehalt an Furanen meist doppelt so hoch ist.

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