Honig

 Honig

Das älteste Dokument zur Geschichte des Honigs wird auf das Jahr 7000 v. Chr. datiert. Es handelt sich um eine steinzeitliche Felszeichnung in einer spanischen Höhle, die einen »Honigjäger« zeigt. Die ersten bekannten Schriften über Honig stammen aus dem Irak und werden dem Jahr 2100 v. Chr. zugeordnet.

Etwa 1000 v. Chr. dokumentieren Aufzeichnungen der Inder einen regen Handel mit Honig, während aus China erst im 4. Jahrhundert v. Chr. über die Verwendung von Honig berichtet wird. Im Altertum spielte das Bienenwachs eine große Rolle bei der Herstellung von Kerzen oder Siegelwachs. Aus römischer Zeit (70 bis 19 v. Chr.) geben verschiedene Schriften Auskunft über Bienenzucht und Verwendung des Honigs in der Küche.

Die Zugabe von Honig für verschiedene Wurzel- und Salatgemüse, das Nachsüßen von saurem Wein oder das Konservieren von Früchten mit Honig werden beschrieben. Honig und Met gehörten zur täglichen Nahrung der nordeuropäischen Oberschicht. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts ersetzten zunehmend Rohrzucker den Honig und Bier den vergorenen Honigsaft. Im 19. Jahrhundert verlor der Honig durch den Rübenanbau und die Herstellung von Zucker immer mehr an Bedeutung, so auch in Russland, einem der bis dahin größten Honigproduzenten.

Honig galt immer schon als »Medizin«, als etwas Mystisches oder gar Göttliches. Noch heute wird Honig vielerorts als Naturheilmittel angesehen. Bienenwissenschaftler und Mediziner entwickelten die Apitherapie. Diese Wissenschaft untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Bienenprodukten bei der Therapie bestimmter Krankheiten.

 

Seiten zum Kapitel Honig:
Herkunft und Gewinnung von Honig
Zusammensetzung von Honig
Lebenselixier oder leerer Energieträger?
Aus Nektar wird Honig
Qualität lässt sich messen
Neue Entwicklungen: Gentechnik
Natürliche Gifte im Honig
Umweltgifte und Schwermetalle im Honig
Bienenarzneimittel
Kunsthonig und anderer Honigersatz
Ahornsirup und Ahornzucker
Rübensirup und Rübenkraut
Melasse
Tipps im Umgang mit Honig

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