Fleisch und Wurst

Fleisch

Wild- und Haustiere haben schon in vielen alten Kulturen große Bedeutung für die Ernährung gehabt. Vor rund 9000 Jahren wurden das Schaf und vor rund 7000 Jahren das Rind und das Schwein domestiziert.

Eine nennenswerte Geflügelhaltung gibt es erst seit etwa 2500 v. Chr. Fleisch hatte nicht immer einen so hohen Stellenwert in der Ernährung wie heute, da sich früher die Bevölkerung in stärkerem Maße von verschiedenen Getreidesorten, vor allem von Weizen, ernährte. Selbst in Zeiten, in denen Getreide knapp war, es gleichzeitig aber relativ große Mengen Schlachtvieh gab, wurde von Hungersnöten berichtet. Noch 1816 waren Kartoffeln und Brot die Hauptnahrungsmittel, während Fleisch mit 13,6 Kilogramm pro Kopf und Jahr eher die Ausnahme war.

In den letzten 200 Jahren erhöhte sich der jährliche Fleischverbrauch auf heute etwa 88 Kilogramm pro Person. Besonders stark ist der Konsum in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. Der tatsächliche Verzehr – ohne Knochen und Abfälle zur industriellen Verwertung – liegt jedoch wesentlich niedriger und wird für das Jahr 2014 mit 60,3 Kilogramm angegeben. Damit liegen die Deutschen im europäischen Mittelfeld. An der Spitze stehen die Spanier mit rund 84 Kilogramm Fleischkonsum und am Ende die Bulgaren mit knapp 30 Kilogramm. Davon entfallen auf Schweinefleisch etwa 63 Prozent, auf Rind- und Kalbfleisch 15, auf Geflügel 19, auf Schaf- und Ziegenfleisch etwa 1 und auf sonstiges Fleisch knapp 2 Prozent.

Der hohe Fleischverbrauch der letzten Jahrzehnte ist geschichtlich gesehen kein Novum. Schon ausgangs des Mittelalters soll der durchschnittliche Fleischverbrauch der Bevölkerung über 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr betragen haben.

Seiten zum Kapitel Fleisch und Wurst:
Fleisch – ein Stück Lebenskraft
Leben Vegetarier gesünder?
Tiertransport, Schlachtung und Fleischqualität
Fleisch muss reifen
Die Qualität lässt oft zu wünschen übrig
Pökeln und Räuchern
Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren
Gentechnik bei Nutztieren
Fleischprodukte und genetisch manipulierte Mikroorganismen
In Zukunft: Nahrungsquelle Insekten
rBST und die Folgen
Zusatzstoffe in der Tierernährung
Verunreinigungen im Tierfutter
Schadstoffe in gegrilltem Fleisch
Rinderwahnsinn
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