Die Qualität von Kräutertees

Die Qualität von Kräutertees steht und fällt mit ihrem Gehalt an ätherischen Ölen. Die Schweizer Zeitschrift »prüf mit« hat im Mai 1992 16 verschiedene Sorten Pfefferminztee auf ihren Gehalt an ätherischen Ölen untersucht. Für die typische Frische des Tees sind die ätherischen Öle Menthon und Menthol verantwortlich, die bis zu 2,5 Prozent der frischen Blattmasse ausmachen. Nach den Vorschriften im »Europäischen Arzneibuch« müssen ganze Pfefferminzblätter mindestens 1,2 Volumenprozent ätherische Öle enthalten, nach den deutschen Leitsätzen für Tee müssen in 100 Gramm Pfefferminztee mindestens 0,6 Milliliter ätherische Öle sein.

Das Ergebnis der Schweizer Untersuchung wies einige Mängel bei Tees auf: Nur drei von zehn Beuteltees erreichten überhaupt die 1,2-Prozent-Grenze, was aber nicht bedeutet, dass minderwertigere Blätter verwendet wurden. Als Ursache ist vielmehr zu vermuten, dass durch mechanische und thermische Einwirkung wie auch durch lange Lagerung ätherische Öle verloren gehen.

Erfreuliche Ergebnisse erbrachten die Untersuchungen auf Schwermetalle, die gefundenen Gehalte an Blei und Cadmium waren durchweg niedrig. Drei der 16 getesteten Pfefferminztees enthielten erhebliche Mengen phosphororganische Pestizide, was deshalb bedenklich ist, da Rückstände solcher Pestizide zum großen Teil in das Teewasser gelangen können.

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