Costa Rica – Monokulturen zerstören ein Ökosystem

Der Bananenanbau in Costa Rica begann Anfang dieses Jahrhunderts mit der United Fruit Company. In den vierziger Jahren wurden die Bananenplantagen von einem Pilz befallen, und der Anbau wurde daraufhin eingestellt. Erst in den sechziger Jahren begann man wieder in kleinem Maßstab mit dem Bananenanbau.

Im Jahre 1985 beschloss die Regierung die Anbaufläche von 20000 auf heute 50000 Hektar auszuweiten. Dieser hohe Anstieg ist auf das Engagement multinationaler Konzerne zurückzuführen, die wieder in den Bananenanbau eingestiegen sind. Inzwischen ist die Banane das wichtigste Exportprodukt Costa Ricas mit einem Erlös von rund 450 Millionen US-Dollar jährlich.

Im Mittelpunkt der Kritik am Bananenanbau steht die Entwaldung der Flussufer durch die Bananenkompanien, obwohl nach costaricanischem Gesetz Rodungen verboten sind. Auf den Plantagen werden jährlich 3000 Tonnen Pestizide mit Flugzeugen versprüht, ohne dass Rücksicht auf die Bevölkerung genommen wird. Die Agrochemikalien sammeln sich im Boden und in den Flüssen und gelangen schließlich in das Karibische Meer, wo sie allmählich die Korallenriffe zerstören. Die Menschen vor Ort sind überaus gefährdet; die Rückstände von den ausgebrachten Pestiziden sind in ihrer Nahrung und ihrem Trinkwasser zu finden.

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